Eine Haushaltsauflösung ist mehr als ein großer Umzug: Ein ganzer Hausstand muss sortiert, verteilt, abtransportiert und die Wohnung am Ende übergeben werden. Mit einem klaren Plan wird daraus eine überschaubare Aufgabe. Diese Checkliste führt Sie in acht Schritten durch — mit einem Zeitplan, der sich am Übergabetermin orientiert.
Der Zeitplan auf einen Blick
| Zeitpunkt | Was zu tun ist |
|---|---|
| 4 Wochen vorher | Übergabetermin klären, ersten Durchgang machen, Besichtigung vereinbaren |
| 3 Wochen vorher | Aussortieren, Familie einbinden, Angebot prüfen und beauftragen |
| 2 Wochen vorher | Verträge kündigen, Nachsendeauftrag, Hausverwaltung informieren |
| 1 Woche vorher | Persönliches sichern, Zugang vorbereiten |
| Räumungstag | Schlüsselübergabe, Räumung, Endabnahme |
| Übergabe | Zählerstände, Protokoll, Schlüssel zurück |
1. Übergabetermin festlegen
Alles richtet sich nach dem Tag, an dem die Wohnung leer sein muss — sei es das Mietende, der Verkauf oder die Übergabe an neue Bewohner. Klären Sie diesen Termin zuerst mit Vermieter, Hausverwaltung oder Käufer.
2. Ersten Durchgang machen
Gehen Sie einmal durch alle Räume — inklusive Keller, Dachboden, Garage und Abstellräume. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie viel zu räumen ist. Ein paar Fotos helfen später bei der Planung.
3. Besichtigung vereinbaren
Lassen Sie den Aufwand vor Ort einschätzen. Ein seriöses Unternehmen kommt vorbei und nennt danach einen schriftlichen Festpreis. Bei uns ist die Besichtigung kostenlos und unverbindlich. Wie sich der Preis zusammensetzt, erklären wir im Ratgeber Was kostet eine Entrümpelung?.
4. Aussortieren: behalten, verteilen, räumen
Teilen Sie den Hausstand in drei Gruppen:
- Behalten: Erinnerungsstücke, Dokumente, Dinge, die Sie selbst mitnehmen
- Weitergeben: was Familie oder Freunde übernehmen möchten
- Räumen: alles andere
Markieren Sie, was bleiben soll, etwa mit farbigen Klebepunkten. Gut erhaltene Möbel und Gegenstände müssen Sie nicht selbst verkaufen — wir rechnen ihren Wert gegen den Räumungspreis.
5. Verträge kündigen und ummelden
- Strom und Gas: Abmeldung oder Ummeldung mit Zählerstand am Übergabetag
- Internet, Telefon, Fernsehen, Abonnements kündigen
- Versicherungen anpassen, etwa die Haushaltsversicherung
- Nachsendeauftrag bei der Post einrichten
- Meldeadresse ändern, falls jemand auszieht
6. Persönliches sichern
Nehmen Sie vor dem Räumungstag alles an sich, was auf keinen Fall verloren gehen darf: Dokumente, Bankunterlagen, Schmuck, Bargeld, Fotos. Was wir beim Räumen trotzdem finden, legen wir für Sie beiseite.
7. Den Räumungstag vorbereiten
- Schlüssel für alle Räume, Keller und Dachboden bereitlegen
- Hausverwaltung über den Termin informieren, Lift wenn möglich reservieren
- Klären, wo das Fahrzeug halten kann
- Markierte Gegenstände, die bleiben sollen, gesammelt in einen Raum stellen
Während der Räumung müssen Sie nicht dabei sein. Es reicht, wenn Sie zur Schlüsselübergabe und zur Endabnahme kommen.
8. Übergabe
Nach der Räumung ist die Wohnung besenrein. Soll sie an Vermieter oder Käufer gehen, lohnt sich oft eine zusätzliche Endreinigung inklusive Sanitär, Küche und Fenster. Zur Übergabe gehören:
- Zählerstände ablesen und notieren
- Übergabeprotokoll erstellen
- alle Schlüssel zurückgeben
Sonderfall: Haushaltsauflösung nach einem Todesfall
Wird ein Haushalt nach einem Todesfall aufgelöst, sind zusätzlich das Verlassenschaftsverfahren und der Mietvertrag zu beachten. Was dabei gilt, lesen Sie im Ratgeber Wohnung räumen nach einem Todesfall.
Fazit
Eine Haushaltsauflösung gelingt am besten mit vier Wochen Vorlauf und einem Plan, der vom Übergabetermin aus rückwärts rechnet. Sortieren, Verträge, Sichern — das bleibt bei Ihnen. Das Räumen, Tragen und den Abtransport können Sie abgeben.
Mehr zu unserer Wohnungsauflösung und Haushaltsauflösung — oder direkt eine kostenlose Besichtigung anfragen.
